Am Samstag, dem 30. August 2025 steht ein ganz besonderes Konzert im Jahresprogramm des Museums: Die Batzdorfer Hofkapelle trifft auf das Ensemble Polyharmonique, um dem „Orpheus aus Zittau“ zu huldigen. Doch der Reihe nach: Die Batzdorfer Hofkapelle rund um Stefan Rath und Stephan Maas gehören zu den „langjährigsten“ Partner des Heinrich-Schütz-Hauses. Viele sehr besondere Konzerte, halbszenische Opernaufführungen oder die Uraufführung einer anderen Weihnachtshistorie von Heinrich Schütz sind in Bad Köstritz oder auch im Festsaal von Schloss Crossen über die Bühne gegangen.
Die Mischung aus der Spritzigkeit der Musiker, ihre Versiertheit mit der Musik der Schütz-Zeit, ihr blindes Verständnis untereinander und ihr mitreißendes Musizieren, zog alle Gäste in den Bann.
Schnell war klar: Sie müssen zum 40-jährigen Jubiläum nach Bad Köstritz kommen! Das Thema war schnell gefunden: Zum 350. Todestag von Andreas Hammerschmidt sollte dem Orpheus aus Zittau musikalisch gehuldigt werden. Aus der Generation nach Heinrich Schütz, aber mit einem Empfehlungsgedicht des Köstritzers zu Hammerschmidts Chor-Music haben wir auch eine unmittelbare Verbindung. Für Musik und den Instrumentalpart war so gesorgt, da fehlen nur noch die Sänger: Jetzt kommt das Ensemble Polyharmonique ins Spiel. Ein Gesangsensemble, das wie unsere Instrumentalisten, durch eine gemeinsame Musikempfindung, durch klangliche Ausgewogenheit und eine stilistische Sicherheit besticht. Beide – Batzdorfer und Polyharmonique – sind bei unzähligen Festspielen aufgetreten, haben viele Wiederentdeckungen eingespielt und vereinen sich nun für dieses Hammerschmidt-Programm. Über 500 Werke sind von Andreas Hammerschmidt bekannt. Derzeit erscheint die erste Gesamtausgabe der Werke des Zittauer Kantors. Seine sinnliche Melodieführung und seine meisterhafte Balance zwischen kunstvoller Gestaltung und unmittelbarer Eingängigkeit sind immer wieder faszinierend und für Musiker und Zuhörer gleichermaßen mitreißend. In Bad Köstritz erklingen Lutherische Messen, Motetten, geistliche Madrigale und Monodien, die thematisch um das Hohelied Salomonis und die Liebe kreisen. Kombiniert werden die Vokalwerke mit schwungvoller Instrumentalmusik.
Ermöglicht wird dieses Konzert nur durch die finanzielle Unterstützung der Mitteldeutschen Barockmusik, der Sparkasse Gera-Greiz, der Köstritzer Schwarzbierbrauerei sowie dem Landkreis Greiz und der Schütz-Akademie e.V.
Wer bislang mit dem Namen Andreas Hammerschmidt nicht viel anfangen kann, dem können wir versprechen, dass ihm eine Entdeckung bevorsteht! Mit strahlenden Augen werden wir alle die Köstritzer Kirche verlassen und in die ach so dunkle Museumsnacht eintauchen …
Kartenreservierungen nehmen wir gerne unter Telefon: 036605/2405 entgegen!
Eintritt: 25 €/erm. 20 €/Hörplatz 15 €/ Schülerticket 5 €