Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Triosonate Es-Dur BWV 525
Fassung für Flöte und Orgel
ohne Satzbezeichnung – Adagio – Allegro
Ciacona in d BWV 1178 (im November 2025 wiederentdeckt und uraufgeführt)
für Orgel solo
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)
Hamburger Sonate G-Dur für Flöte und Basso continuo
Allegretto – Rondo
Christian Heinrich Rinck (1770-1846)
Fuge über B-A-C-H aus op. 55
für Orgel solo
Flötenkonzert aus op. 55
Fassung für Flöte und Orgel
Allegro maestoso – Adagio – Rondo (Allegretto)
Claude Debussy (1862-1918)
„Syrinx“
für Flöte solo
Denis Bédard (*1950)
Fantasie über „Ein feste Burg ist unser Gott“
für Orgel solo
Peter Lamb (1925-2013)
Reflections
für Flöte solo
Hans-André Stamm (*1958)
Berceuse – Take Seven
für Flöte und Orgel
Lydia Brunn, geboren 1987 in Rostock, begann ihre musikalische Ausbildung im Fach Klavier und wechselte fünf Jahre später zur Querflöte am Konservatorium Rostock. Während ihrer Jugend hat sie besondere Freude am Ensemblespiel gefunden, in diversen Kammermusikformationen sowie im Jugend- und Landesjugendorchester.
Sie nahm mehrfach erfolgreich am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil und trat als Solistin mit Orchester auf. Das
Singen wurde durch eine fünfjährige Gesangsausbildung und Chorerfahrung ebenso Teil ihres musikalischen Weges. Von 2006 bis 2012 studierte sie Diplomorchestermusik und Pädagogik im Fach Flöte bei Prof. Irmela Boßler an der HMT Leipzig. Währenddessen nahm sie an ausgewählten Meisterkursen u.a. bei Paul Meisen, Felix Renggli und Michael Martin Kofler teil, was ihre Studien bedeutend vertiefte. Ergänzend erhielt sie nach ihrem Diplom eine zweijährige Ausbildung im Fach Traversflöte bei Marcello Gatti in der Abteilung für Alte Musik der HMT Leipzig. Während des Studiums war sie zweifach Stipendiatin der DOMS-Stiftung Basel/Schweiz.
Seit 2020 ist Lydia als Flötistin im Philharmonischen Orchester des Theaters Altenburg Gera engagiert. Auf dem Weg dorthin erlangte sie Orchestererfahrung durch Engagements im Philharmonischen Orchester des Theaters Heidelberg, im Göttinger Sinfonieorchester und in der Musikalischen Komödie der Oper Leipzig.
Desweiteren führten sie Gastengagements an das Gewandhausorchester (derzeit ist sie dort vom Dezember 2025 bis Sommer 2026 dauerhaft engagiert), die Staatskapelle Dresden, das MDR Sinfonieorchester und das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt/Oder. Im Frühsommer 2025 erschien bei Brilliant Classics unter ihrer Mitwirkung die Ersteinspielung des Passionsoratoriums „Höchst schmerzensvoller Tag“ von Johann Melchior Molter mit dem Barockensemble Camerata Bachiensis aus Leipzig. Neben der Orchestertätigkeit unterrichtet Lydia seit vielen Jahren an der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ Leipzig und begleitet die AkademistInnen der Dualen Orchesterakademie Thüringen.
Benjamin Stielau war Schüler der Spezialklassen für Musik am Rutheneum und ist dort seit 2011 als Lehrer, Organist und Ensembleleiter tätig. Sein Studium an der HfM Weimar absolvierte er 2004-2010, dort in besonderer Weise geprägt von Prof. KMD Klaus-Jürgen Teutschbein, dem langjährigen Kirchenmusiker am Halberstädter Dom. Er ist Leiter der Singakademie Gera (seit 2013) und arbeitete erfolgreich mit dem Kammerchor Wernigerode (2017 bis 2022; zwei Goldmedaillen bei den World Choir Games 2018 in Südafrika) sowie dem Johann-Sebastian-Bach-Ensemble Weimar (2023 bis 2025). Stielau konzertierte als Pianist, Organist und Dirigent in fast allen europäischen Ländern und mehrfach in den USA. Seine musikalischen Aktivitäten sind auch in diversen CD- und Rundfunkproduktionen festgehalten. Seit vielen Jahren verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera als Organist, Pianist und Cembalist. Er musizierte an bedeutenden Orgeln weltweit, so beispielsweise in den großen Kathedralen von New York City, in Orlando und Saint Augustine (Florida/USA), im Französischen Dom Berlin, im Merseburger Dom oder an der Sonnenorgel in Görlitz. Zuletzt dirigierte er erfolgreiche Aufführungen von „Carmina burana“, Rossinis „Petite Messe solennelle“ und Rutters „Requiem“. In besonderer Weise widmet sich Benjamin Stielau weniger gespielten Orgelkomponisten wie Johann Gottfried Walther und Karl Hoyer, deren jeweiliges Gesamtwerk für Orgel er im Repertoire hat. Gemeinsam mit dem ehemaligen kaufmännischen Geschäftsführer des Theaters Volker Arnold und dem Orchestermanager Andreas Rücker ist es seiner Initiative zu verdanken, dass die Sauer-Orgel des Konzertsaals Gera im Jahr 2026 umfassend generalüberholt und gereinigt wird.