Gera, Kulturbund Gera e.V., Ferbersches Haus, Greizer Straße
Aktuelle Ausstellung: »Die Geraer Firma Traugott Golde« – Historische Dokumente zur Geschichte eines bedeutenden Geraer Unternehmens – eine Ausstellung im Rahmen »100 Jahre Bauhaus« – bis 31.03.2020

Die Firma Traugott Golde war an verschiedenen Unternehmen beteiligt und spezialisierte sich auf den Bau von Autokarossen und Fahrzeugzubehörteilen wie Verdecke, Windschutzscheiben, Notsitze, Gepäckträger u.a. Weiter expandierte sie 1928 mit dem Kauf der Deutschen Patentkurbelfenster GmbH. Auch in den USA hatte das Unternehmen eine Niederlassung; 1945 wurde die Firma enteignet. Die Ausstellung zeigt bisher noch nicht in der Öffentlichkeit gezeigte Dokumente zur Geschichte dieses Unternehmens.

Öffnungszeiten: Di, Do & Fr 10 – 12 Uhr, Mi 16 – 18 Uhr

Gera, Kunstsammlung Gera, Orangerieplatz 1
„Sonderausstellung: Kurt Günther – Zwischen Dur und Moll“ – vom 06.12.2019 – 08.03.2020

Werke des Meisters der Neuen Sachlichkeit aus dem Bestand der Kunstsammlung Gera – vom 6. Dezember 2019 bis 8. März 2020 in der Orangerie

Die Kunstsammlung Gera präsentiert ab 6. Dezember 2019 in der Orangerie die Ausstellung: Kurt Günther – Zwischen Dur und Moll. Werke des Meisters der Neuen Sachlichkeit aus dem Bestand der Kunstsammlung Gera

Der 1893 in Gera geborene Kurt Günther ist neben Otto Dix der bedeutendste Vertreter des sozialkritischen Realismus und der Neuen Sachlichkeit in Thüringen. Seine Arbeiten changieren „zwischen Dur und Moll, Taghelle und Nächtlichkeit, zwischen Unschuld und Raffinement, Grauen und Bewunderung“, so der zeitgenössische Kunstkritiker Franz Roh 1928.

Tatsächlich hat sich das Werk Günthers aus einer Nähe zum aggressiven Verismus Dixschen Formats zu einem eher abgeklärten internationalen Neoklassizismus entwickelt, ohne beide Extreme je ganz intendiert und erreicht zu haben. In der Wertschätzung Franz Rohs rangiert Kurt Günther neben – nicht nach – Otto Dix: „Sie stellen beide den einzig wichtigen Beitrag Thüringens zur Malerei des neuen Verismus dar.“

Als Sohn des Besitzers einer renommierten lithographischen Anstalt schien Kurt Günthers Weg vorgezeichnet zu sein. Um „Entwerfer für Lithographie“ zu werden, studierte er in Leipzig und Dresden. 1914 wurde er zum Militärdienst einberufen. Wegen einer schweren Lungenerkrankung vorzeitig entlassen, begab er sich nach einem Heimataufenthalt Anfang 1919 zur Genesung nach Davos, wo er Ernst Ludwig Kirchner kennenlernte.

Ende 1919 kehrte er in den Dresdner Künstlerkreis um Otto Dix, Otto Griebel und Conrad Felixmüller zurück und gelangte in die Einflusssphäre der anfänglich dem aktivistischen Expressionismus verpflichteten Dresdner Sezession 1919. Die in diesem Kreise gepflegte expressionistische Formensprache wurde recht bald durch aufrüttelnde sozialkritische Darstellungen, die vor allem das Proletarier- und Rotlichtmilieu wiedergaben, abgelöst. Mit der Veränderung der Bildmotive erfolgte eine Wandlung der Bildsprache: ein neuer Realismus hielt Einzug im Schaffen der Künstler.

Nach seiner Heirat mit der Kunstgewerbestudentin und Prager Bankierstochter Viola Schulhoff, die auch Otto Dix verehrt hatte, verließ er Dresden und ging nach Prag und Bad Reichenhall. 1924 kehrte er nach der Ehescheidung in die vitale und kulturell angeregte Atmosphäre der Großstadt Gera zurück.
Hier entwickelte er in seinen Porträt- und Frauendarstellungen eine eigenwillig erotische Variante des Verismus. Günthers neusachliche Arbeiten aus den 1920er Jahren stellen zweifellos die kreativste und bedeutendste Phase in seinem Werk dar. Mit ihnen lieferte er einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Etablierung der Neusachlichen Kunstrichtung.

Nach zwei Aufenthalten in Paris 1931 erwarb Günther ein Gehöft in Kaltenborn nahe Gera und zog sich dorthin in die dörfliche Isolation zurück. Kurze Zeit darauf lernte er bei dem Architekten Thilo Schoder Maria Fock kennen, die er 1932 heiratete. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden auch Kurt Günthers Werke aus verschiedenen Museen entfernt und auf den großen Feme-Schauen der Nationalsozialisten als Entartete Kunst diffamiert. Wie auch Otto Dix zog sich Günther in die innere Immigration zurück, es entstanden nunmehr vor allem Landschaften und Porträts.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Günther von der Landesregierung Thüringen zum Professor ernannt. Geplagt von Krankheiten und fernab der großen Kunstzentren fehlten ihm aber für einen erfolgreichen Neuanfang Anregung und Motivation, während Otto Dix sein bemerkenswertes Alterswerk schuf. Während der einstige „Bürgerschreck“ Dix deutschlandweit anerkannt wurde, entwickelte sich Günther zu einem geschätzten Maler in seiner Heimat.

Die Kunstsammlung Gera hat es sich zum Ziel gesetzt, Kurt Günthers Werk zu würdigen und dazu beizutragen, dass ihm ein angemessener Platz in der Kunstgeschichte zugewiesen wird. Mit dieser Ausstellung präsentiert sie 110 Exponate – 20 Gemälde, 70 Aquarelle, Zeichnungen und 20 Druckgrafiken – aus dem eigenen umfangreichen Sammlungsbestand, ergänzt durch ausgewählte private Leihgaben aus dem Nachlass des Künstlers. Neben zentralen neusachlichen Arbeiten, die von einfühlsamen Porträts bis zu kühnen Aktdarstellungen reichen, werden Werke aus allen Schaffensphasen von frühen akademischen Arbeiten bis zum Alterswerk gezeigt.

Gera, Galerie Carqueville, Humboldtstraße 26
Aktuelle Ausstellung „ROMANTIK TRIFFT MODERNE“ – bis Februar 2020

Peter Carqueville zeigt weitere Werke seiner Sammlung verschiedener nationaler und internationaler Künstler.
Unter anderem Gemälde und Grafiken von Alexandra Müller-Jontschewa, Siegfried Zademack, Katrin Fridericks,
Magda Szplit und Fritz Beckert sowie Skulpturen von Hans-Peter Müller, Seo Young-Deok und der Shona aus Simbawe.

Öffnungszeiten: donnerstags und sonntags von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr oder nach Vereinbarung
Der Eintritt ist frei.

Bildrechte der Fotos: J. Hoffmann

Gera, Stadt- und Regionalbibliothek, Puschkinplatz
Doppel-Ausstellung: »Das war 2019!« und »Inklusion im Blick. Part II« vom 13. Januar 2020 – 15. Februar 2020

Doppel-Ausstellung:
»Das war 2019!« In ihrem fotografischen Jahresrückblick erinnert die Stadt- und Regionalbibliothek Gera an Veranstaltungen, Gäste und Projekte im vergangenen Jahr und
»Inklusion im Blick. Part II« Präsentation / 2. Kunstworkshop – Sensibilisierung für das Andere / Demokratie leben

Gera, Kunstsammlung Gera / Otto-Dix-Haus, Mohrenplatz 4
„Zu Gast im Geburtshaus des Vater. Jan Dix (1928-2019). Kleinplastiken, Gold- und Silberschmiedearbeiten“ – ab 15. November 2019

Jan Dix wurde als jüngster Sohn des Malers Otto Dix und seiner Frau Martha 1928 in Dresden geboren. Seine Kindheit und Jugend verlebte er nach dem Umzug der Familie zuerst in Randegg am Bodensee und später im neuerrichteten Wohn- und Atelierhaus in Hemmenhofen. Nach einem Musikstudium in Konstanz im Fach Trompete entschloss er sich für eine Ausbildung mit anschließendem Studium in München an der Akademie der Bildenden Künste im Fach Gold- und Silberschmiedekunst. Seit Mitte der 1960er Jahre lebte und arbeitete er in Öhningen.
Das Otto-Dix-Haus zeigt eine kleine Auswahl seiner Werke aus mehreren Jahrzehnten. Zu sehen sind Schmuckgestaltungen, Silberarbeiten und Kleinplastiken. Das Interesse am figuralen Spiel durchzieht seine Werke. In liebevoller Detailarbeit entsteht eine Miniaturwelt die von mythischen und christlichen Helden, von Flora und Fauna belebt wird. Im Spannungsfeld einer archaisch-realistischen Formensprache entfaltet sich eine heiter bis bizarre Bildwelt. Sein Ideenreichtum, seine Lust am Fabulieren und sein Gespür für das Material ließen erlesene Exponate entstehen.
Jan Dix hat sich sehr für das künstlerische Erbe seines Vaters engagiert. Für die Gründung des Otto-Dix-Haus in Hemmenhofen war er wichtiger Anreger und Ansprechpartner. Ebenso galt sein Interesse stets dem Geburtstort in Gera.

Veranstaltung Otto-Dix-Haus
Begegnung Kunst – Kunstgespräch für Senioren*innen
19.11.2019, 14 Uhr

Öffentliche Führungen Otto-Dix-Haus
Sonntag, 29. Dezember 2019, 14 Uhr
Sonntag, 26. Januar 2020, 14 Uhr

Kunstsammlung Gera / Otto-Dix-Haus
Mohrenplatz 4, 07548 Gera
Telefon: 03 65-832 49 27 oder 03 65-838 4250
kunstsammlung@gera.de
www.gera.de

Öffnungszeiten Otto-Dix-Haus
Mittwoch bis Sonntag, Feiertag 12 – 17 Uhr
24.12.2019 geschlossen
31.12.2019 10 – 15 Uhr
01.01.2019 12-17 Uhr

Gera, Museum für Naturkunde Gera mit Mineralienhöhler, Nicolaiberg 3
„Der Stein, der vom Himmel fiel – Zum 200-jährigen Fall-Jubiläum des Pohlitzer Meteoriten“ – Kabinettausstellung 13. Oktober 2019 bis 22. März 2020

Neue Kabinettausstellung, auch mit weiteren Meteoriten aus Namibia, Amerika, Russland und Weißrussland, im Museum für Naturkunde

Das Museum für Naturkunde Gera widmet sich vom 13. Oktober 2019 bis zum 22. März 2020 in seiner neuen Kabinettausstellung dem 200-jährigen Fall-Jubiläum des Pohlitzer Meteoriten.

Es ist im Rahmen der neuen Ausstellung gelungen, mehrere Teilstücke des Meteoriten auszuleihen und auszustellen. Im Mittelpunkt steht das bis heute im Museum für Naturkunde Gera aufbewahrte 397,46 Gramm schwere Teilstück. Es wird ergänzt von fünf weiteren Teilen des Pohlitzer Meteoriten aus der Sammlung des Senckenberg Museums für Mineralogie und Geologie Dresden, des Instituts für Geowissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, des Naturkundemuseums Mauritianum Altenburg und der Geowissenschaftlichen Sammlungen der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.

Darüber hinaus zeigt die Ausstellung einen allgemeinen Querschnitt aus der faszinierenden Welt der Meteorite, den mehr oder weniger kleinen Festkörpern aus dem Kosmos, die die Erdatmosphäre durchquert und den Erdboden erreicht haben. Neben weiteren Stein-Meteoriten sind auch Metall-Meteoriten wie z. B. aus dem Gibeon-Streufeld in Namibia und aus dem Odessa-Meteor-Krater in Texas/USA, aber auch Stein-Eisen-Meteorite (Pallasite) aus Russland und Weißrussland zu sehen.

Der Meteorit fiel am 13. Oktober 1819 gegen 8.00 Uhr im dichten Nebel auf das Feld des Gutsbesitzers Johann Gottlieb Rothe zwischen Pohlitz (Bad Köstritz) und Langenberg (Gera) im Gebiet beim heutigen Chemiewerk Bad Köstritz.

Der Knall beim Meteoritenfall soll bis nach Jena, Camburg und Hummelshain zu hören gewesen sein. Schon bald darauf entdeckte Rothe die Einschlagstelle mit circa 1 Meter Durchmesser auf seinem Feld. Der mit einer dunklen Kruste bedeckte „Stein“ war annähernd eiförmig, jedoch mit mehreren flachen und tiefen Eindrücken.

Er hatte sich circa 25 Zentimeter tief in die Erde „gebohrt“ und maß in seiner längsten Ausdehnung etwa 14 Zentimeter. Der vollständige Meteorit hatte bei seiner Bergung noch eine Gesamtmasse von reichlich 3 bis 3,5 Kilogramm. In den zurückliegenden 200 Jahren wurde er jedoch in mehr und mehr kleinere und größere Stücke zerteilt.

Dr. Karl Georg Ludwig Schottin (1773-1838) war einer der ersten, der kleinere Teilstücke abschlug. Schottin wandte sich am 19. Oktober 1819 in einem Brief samt kleiner Proben des Meteoriten an Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) in Weimar, um ihn über das aufsehenerregende Ereignis zu informieren.

Goethe antwortete am 27. Oktober 1819 und bat Schottin um die Beschaffung des gesamten Meteoriten für einen „billigen Preis“. In der Zwischenzeit hatten sich die Eigentumsverhältnisse am Meteoriten jedoch verändert, so dass Goethe abgesehen von den bereits erhaltenen kleineren Proben leer ausging. Sein Brief befindet sich bis heute in der Sammlung des Museums für Naturkunde Gera und ist in der Ausstellung zu sehen.

Größere Mengen des Pohlitzer Meteoriten befinden sich heute in Berlin, Dresden, Gera, Wien, Budapest, Jena und Gotha. Kleinere Proben sind sogar weltweit in diversen Sammlungen vertreten, zum Beispiel in Chicago, Moskau und Castel Gandolfo bei Rom.

Der Pohlitzer Meteorit ist ein Steinmeteorit. Er gehört zur größten und häufigsten Gruppe der Meteorite, den Chondriten. Sie bilden ca. 85% aller Meteorite. Die Bezeichnung rührt von den enthaltenen kleinen Silikatkügelchen her, die Chondren genannt werden und die in einer feinkörnigen Gesteinsmasse eingebettet sind. Beim Pohlitzer Meteorit sind diese Silikate vor allem Olivin und Pyroxen. Daneben enthält der Pohlitzer Meteorit als Chondrit auch einen metallischen Anteil bestehend aus Eisen und Nickel. Klassifiziert man den Pohitzer Meteorit genauer, so zählt er zu den Gewöhnlichen Chondriten, die ca. 95% aller Chondrite bilden. Innerhalb dieser gehört er durch seinen recht niedrigen Eisengehalt (20-24% Gesamteisen / 4-9% metallisches Eisen) zu den L-Chondriten (low metal). Durch das enthaltene metallische Eisen ist der Pohlitzer Meteorit magnetisch.

Entstanden sind sie alle im Sonnensystem, denn die meisten Meteorite sind Bruchstücke von Asteroiden aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter oder selten von Planeten (Mars), hervorgegangen aus Kollisionsereignissen. Ihr Alter kann bis zu 4,56 Milliarden Jahre betragen, wodurch sie Zeugen aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems sind.

Gera, Museum für Naturkunde Gera mit Mineralienhöhler, Nicolaiberg 3
„Walter Müller – verkanntes Genie. Zeichner, Drucker und Verleger.“ – Kabinettausstellung 15. November 2019 bis 23. Februar 2020

Schau über den Zeichner, Lithograph, Drucker und Verleger Walter Müller in Gera.

An Leben und Wirken von Walter Wilhelm Müller (1845-1927) erinnert die Ausstellung Verkanntes Genie im Museum für Naturkunde in seiner Heimatstadt. Geboren und gestorben in Gera, war sein Lebensmittelpunkt das Darstellen von Pflanzen und Tieren und das Veröffentlichen hochwertiger Abbildungen im eigenen oder in einheimischen und internationalen Verlagen.
Die Exposition zeigt die wesentlichen Publikationen im Original. Seltene und inzwischen recht wertvolle Bücher zu Pflanzen allgemein, Pilzen, Orchideen, Stauden, Futterpflanzen, Giftpflanzen, Pflanzenschädlingen, Obstsorten und Insekten wie den Geradflüglern werden präsentiert. Zugrunde liegen zum großen Teil noch unveröffentlichte Beiträge. Private und öffentliche Sammlungen stellen Bücher, Lithographien und Aquarelle aus seiner Hand zur Verfügung.
In insgesamt elf Vitrinen und auf zwölf Schautafeln versucht die Schau erstmals in Gera eine Würdigung dieses weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Künstlers. Meist nicht zitiert, werden seine Abbildungen in vielen botanischen Veröffentlichungen weiterhin verwendet und in Beispielen gezeigt.

Gera, Museum für Naturkunde Gera mit Mineralienhöhler, Nicolaiberg 3
Ständige Ausstellung: Ostthüringen als Landschaftsraum – zur Geologie, Flora und Fauna

Gera, Museum für Naturkunde Gera mit Mineralienhöhler, Nicolaiberg 3
Dauerausstellung: „Das Einmaleins der Minerale“ Entstehung, Gestalt und Nutzen
Ausstellung im Höhler unter dem Schreiberschen Haus

„Das Einmaleins der Minerale“ können Besucher in der gleichnamigen Exposition des Geraer Museums für Naturkunde erkunden. Die neue Themenausstellung über Entstehung, Gestalt und Nutzen von Mineralen wurde am 17. November im Höhler unter dem Schreiberschen Haus, dem Domizil des Naturkundemuseums, eröffnet und ist für mindestens fünf Jahre zu sehen.

Weida, Osterburg
Kakao & Schokolade – Von der bitteren Frucht zur süßen Nascherei

Ausstellung im Künstleratelier der Osterburg Weida vom 25.10.2019 bis zum 18.01.2020 Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen 10:00 bis 16:00 Uhr

Mitmachen in der Schokoladen Werkstatt
Der Weg von der bitteren Frucht zur süßen Leckerei: Passend zur kalten Jahreszeit können die kleinen und großen Besucher Spannendes und Wissenswertes aus der Welt der Schokolade entdecken und vor allem selbst ausprobieren.
Die „Reise“ beginnt im tropischen Regenwald. Weiter führt uns unsere Reise auf eine afrikanische Plantage. Schließlich erproben Kinder & Erwachsene die e igene Schokoladenproduktion: Naschen ausdrücklich erlaubt!
Das Angebot richtet sich an Gruppen von mindestens 8 bis maximal 20 Personen. Ein Unkostenbeitrag von 4,50 EUR je Person wird neben dem Eintritt zum Museum erhoben.

Anmeldung werden erbeten im Museum der Osterburg unter (03 66 03) 62775 oder per Mail: osterburg@weida.de

Gera, Stadtmuseum, Museumsplatz
Sonderausstellung: »Spielzeug Made in GDR – Eisenbahn und Feuerwehr, Puppenherd und Teddybär« – vom 16.10.2019 bis 15.03.2020

Rund 350 Objekte, alles Leihgaben aus der Spielzeugsammlung von Ramona und Andreas Reißmann aus Greiz, stellen die umfassende Produktpalette der Spielwarenindustrie der ehemaligen DDR vor.
Die Spielzeugindustrie war ein wichtiger Bestandteil der Planwirtschaft der DDR und entwickelte sich zu einem der größten Spielzeugexporteure der damaligen Zeit. So fand das Spielzeug ‚Made in GDR‘ nicht nur seinen Weg in sozialistische Länder, sondern wurde auch in westliche Staaten exportiert. Die Ausstellung stellt die vielseitigen Produkte der Spielwarenindustrie der DDR dar, die vor allem in den Zentren Sonneberg, Brandenburg und dem Erzgebirge hergestellt wurden.

Schon immer war Spielen ein wichtiger Bestandteil der Kindheit. Doch Spielen ist so viel mehr. Es ist nicht nur eine der wunderbarsten und effektivsten Lernmethoden, sondern bietet den Kindern auch die Möglichkeit, sich selbst und ihre Umwelt kennenzulernen und zu gestalten. Kinder lernen über das Spiel zunächst die Welt im Kleinen kennen, um sich im späteren Leben in unserer Gesellschaft zurecht zu finden.

Doch nicht nur Kinder lassen sich von Spielzeug begeistern, sondern auch Erwachsene. Gerade beim Anblick von Puppen von Sonni, Eisenbahnen von Piko und Prefo oder Holzspielzeugen von Vero dürften sich viele ältere Erwachsene an ihre Kindertage erinnern. Zu bestaunen gibt es alles, was das Kinderherz begehrt. Von großen Trucks und Automobilen über Eisenbahnen und ferngesteuertem Spielzeug bis hin zu Puppen und Plüschtieren. Aber auch Besonderheiten wie den DDR-Monchichi oder einen sowjetischen Morsetelegrafen kann man unter die Lupe nehmen. Neben der Ausstellung ist natürlich auch noch Platz zum Spielen in der extra dafür eingerichteten Spielecke.

Keramik-Museum Bürgel
Ausstellung »Kristian Körting – Keramik« – 20. Oktober 2019 bis Februar 2020

Anlässlich des 70. Jahrestages des in Saalfeld beheimateten, vielfältig schaffenden Künstlers wird im genannten Zeitraum eine
Sonderschau des keramischen Repertoires Kristian Körtings zu sehen sein. Die in enger Zusammenarbeit des thüringer Künstlers
mit dem Keramik-Museum Bürgel entstandende Ausstellung, zeigt einen Einblick in das umfassende Repertoire seines keramischen Schaffens.
Nach der Eröffnung in Dornburg und Saalfeld, stellt Bürgel bereits die dritte Station auf der Jubiläumsschau-Rundreise des Remscheider Allround-Künstlers dar.

Museum für Naturkunde Gera, Nicolaiberg 3, 07545 Gera
Neue Sonderausstellung „Ich leb‘ nicht gern allein – tierisch sozial“ ab 1. August 2019, 18 Uhr

Am 1. August öffnet um 18 Uhr die neue Sonderausstellung des Museums für Naturkunde Gera ihre Pforten. Der Titel „Ich leb‘ nicht gern allein – tierisch sozial“ macht neugierig.
Wer lebt schon gern allein? Auch wenn die Antwort ganz beim Betrachter liegen mag, sagt sie viel über unser gesellschaftliches Wesen aus. In unserer Stammesgeschichte erscheinen wir als hochsoziale Lebewesen – und sind damit bei Weitem nicht die Einzigen! Die Sonderausstellung möchte einen Überblick über die verschiedenen Weisen des Zusammenlebens liefern.
Kurz gesagt geht es um „Staaten, Schwärme, Sippen & Sex“. Sieben thematische Schwerpunkte bringen dem Besucher die Mannigfaltigkeit und Faszination tierischen Sozialverhaltens nahe, erklären anschaulich aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der Ethologie (Verhaltensbiologie) und schließen mit einem Exkurs in das komplizierte Mensch-Tier-Verhältnis ab.
Unter dem Schlagwort „Allein“ beginnt der Rundgang mit einer Einführung in das Thema und begründet, warum sich soziale Interaktionen für viele Lebensweisen notwendigerweise ergeben haben. Unter der Projektion eines riesigen Makrelenschwarms begegnen dem Besucher großformatige Fotos von Schwärmen und Herden, wobei der Aspekt der „Schwarmintelligenz“ beleuchtet wird.
Es folgen Tierkolonien und Tierstaaten, die neben Präparaten aus dem Sammlungsbestand mit großen Installationen aufwarten: Das Modell eines riesigen Termitenhügels reiht sich neben brutpflegenden Fauchschaben und einer lebenden Ameisenkolonie ein.
Der folgende Abschnitt ist den sozialen Kategorien „Rudel, Rotten & Sippen“ gewidmet. Mit Hilfe eines großflächigen Memory-Rätsels können kleine und größere Besucher Mimik und Gestik von Wolf, Hund und Mensch spielerisch erfahren und mit ihren eigenen Gefühlsäußerungen vergleichen.
Es werden Matriarchat, Patriarchat, Mono- und Polygamie sowie die hormonelle Steuerung der Zuneigung beleuchtet. Viele der aktuellen Erkenntnisse dazu stammen aus Experimenten mit Wühlmäusen, die in der Ausstellung als possierliche Sympathieträger im Familienverband lebend gezeigt werden.
Der Symbiose als artübergreifendem Zusammenleben ist ein weiterer Abschnitt gewidmet. Kleine Bilderepisoden veranschaulichen Stück für Stück die Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil. Artübergreifend sind auch die vielfachen Beziehungen zwischen Mensch und Tier: Ziertierhaltung, Vermenschlichung, Tiertherapie und Anthropozän spannen den Bogen über kulturelle, psychologische und ökologische Aspekte, geben auch im Nachgang zu denken und runden so die Ausstellung ab.
Die Museumsmitarbeiter haben in den letzten Wochen intensiv am Neuaufbau des Sonderausstellungsbereichs gearbeitet und freuen sich nun auf neugierige Besucher.
Die Ausstellung kann bis zum 18. April 2020 mittwochs bis sonntags und feiertags von jeweils 12.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Gruppen können sich selbstverständlich auch außerhalb der Öffnungszeiten anmelden.

Gera, Museum für Angewandte Kunst, Greizer Straße 37
Aktuelles Design aus Thüringen im Bauhausjahr

bis 29.02.2020, Mi-So/Feiertage: 12-17 Uhr
Mehr Infos unter: www.designausthueringen.com